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Fahrtenplanung

Zeltlager und andere Fahrten sind fester Bestandteil jeder Gruppe in der DPSG. Diese müssen neben der Planung mit den Kindern und Jugendlichen auch vom Team vorbereitet werden, je nach Stufe mehr oder weniger intensiv. Auch damit sollte frühzeitig angefangen werden, beginnend mit der Frage: Wer vom Team fährt mit?

Elternarbeit

Die Zusammenarbeit mit den Eltern sieht je nach Stufe unterschiedlich aus. Eltern sollten aber in jedem Fall das Leitungsteam zumindest kennen und – egal ob Wölflinge oder Rover – über wesentliche Planungen in der Gruppe informiert werden. Dies sollte kein Part sein, den ein Mitglied des Teams übernimmt, sondern Aufgabe aller im Team. So kann sich das Team zum Beispiel gemeinsam bei den Eltern zu Hause vorstellen, die nicht zum Elternabend erschienen sind.

Mitarbeit in der Leiterrunde

Neben dem Leitungsteam bietet auch die Leiterrunde ein Forum, um sich über die Gruppenarbeit auszutauschen. Die Mitarbeit in der Leiterrunde ist aber auch wichtig, um sich und die eigene Gruppe in das Stammesgeschehen einzubringen. In manchen Stämmen ist es üblich, dass nur ein Mitglied des Teams in der Leiterrunde mitarbeitet. Damit fehlt dem Rest des Teams jedoch dieses Forum zum Austausch mit den anderen Gruppenleiterinnen und -leitern.

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Feedback und Reflexion


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Gleichberechtigte Leiterinnen und Leiter

Leiten im Team bedeutet, dass alle Leiterinnen und Leiter gleichberechtigt sind. Natürlich gibt es erfahrene und unerfahrene Leiterinnen und Leiter im Team und in manchen Situationen ist die Einschätzung eines erfahrenen Leitungsmitglieds bei Teamentscheidungen hilfreich. Aber vor den Gruppenkindern muss das Wort jedes Teammitgliedes zählen. Also: Selbst wenn der neue Gruppenleiter vor den Kindern etwas sagt, womit du nicht einverstanden bist, gilt es, dies erst einmal mitzutragen (wenn es nicht gerade grob fahrlässig oder gefährlich ist). Sonst nehmen die Gruppenmitglieder die junge Leiterin oder den jungen Leiter irgendwann nicht mehr ernst und damit ist ihm oder ihr der Einstieg in die Gruppe erschwert.

 

 

Eine Meinung für alle?

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Immer wenn Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten und Vorstellungen zusammenkommen, gibt es verschiedene Meinungen und Positionen, wie mit bestimmten Situationen umgegangen werden soll. Man kann sich nicht darauf einigen, welche jetzt die richtige Methode für die Gruppe ist oder wie mit dem Gruppenkind umgegangen werden soll, das wiederholt die Gruppenstunde stört. Es ist wichtig, solche Meinungsverschiedenheiten zu akzeptieren, sie zuzulassen und sich damit auseinander zu setzen. Das gemeinsame Ringen um Standpunkte und das Aushandeln von Kompromissen sind notwendig. Denn gerade solche Positionen und Entscheidungen, um die gemeinsam gerungen wurde, sind oft besonders gut durchdacht und von allen Seiten betrachtet. Und sie stärken das Wir-Gefühl des Teams. Aus Meinungsverschiedenheiten werden jedoch manchmal handfeste Konflikte, weil das Team sich überhaupt nicht einigen kann. Auch das gehört dazu, wenn man in einem Team zusammenarbeitet und sich und seine Meinung einbringt. Solche Konflikte sollten jedoch auf keinen Fall vor der Gruppe ausgetragen, sondern innerhalb des Teams geklärt werden.

Natürlich dürfen auch die Kinder und Jugendlichen spüren, dass es im Team Meinungsverschiedenheiten gibt. Dies lässt sich nicht vermeiden. Kinder und Jugendliche haben feine Antennen dafür, wann Leiterinnen und Leiter sich uneins sind und werden genau beobachten, wie das Team damit umgeht.

In wesentlichen Entscheidungen sollte das Team eine gemeinsame Meinung vertreten, also z.B. welche Regeln im Sommerlager gelten oder welche Sanktionen gegenüber störenden Gruppenmitgliedern ergriffen werden. Unterschiedliche Meinungen würden die Gruppe verunsichern und gemeinsames Arbeiten erschweren.


Auch Konflikte, bei denen es weniger um unterschiedliche Positionen geht, sondern vielmehr um das Verhalten einzelner Teammitglieder, sollten innerhalb des Teams geklärt werden. Wenn also beispielsweise eine Leiterin oder ein Leiter gemeinsame Absprachen des Teams nicht einhält, sollte dies in einer Teamsitzung angesprochen werden und nicht in der Gruppenstunde.

Was ist, wenn durch einen solchen Konflikt das gemeinsame Arbeiten unmöglich wird? Dann solltet ihr überlegen, wer von außen euch unterstützen kann. Vielleicht kann jemand aus eurem Stammesvorstand oder eine erfahrene Leiterin oder ein erfahrener Leiter aus einer anderen Stufe mal zu einer Teamsitzung dazu kommen und vermitteln? Das funktioniert aber nur, wenn ein solcher Vermittler von allen am Konflikt Beteiligten akzeptiert wird. Und um das ganz klar zu sagen: Nicht jeder kann mit jedem zusammenarbeiten. Wenn Konflikte nicht gelöst werden können, kann es sinnvoll sein, ein Leitungsteam neu zu bilden. Oder zu verkleinern. Letztlich stehen die Kinder bzw. die Jugendlichen im Mittelpunkt unseres Engagements. Was für sie das Beste ist, sollte geschehen. Das sollten wir nicht vergessen.

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