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Der Kontakt und die Einbeziehung der Eltern gehört zum Gruppenalltag dazu. Er sieht in jeder Altersstufe anders aus und bringt unterschiedliche Aufgaben mit sich. Bei den Wölflingen sind die Eltern noch näher in das Freizeitverhalten ihrer Kinder involviert. Oft sind die Wölflingsleiterinnen und Wölflingsleiter die ersten nicht familiären Bezugspersonen, denen die Eltern ihr Kind für längere Zeit (z.B. bei Lagern oder Wochenendfahrten) anvertrauen. Bei Roverinnen und Rovern hingegen ist der Prozess der Ablösung vom Elternhaus meist schon weiter fortgeschritten, so dass sodass sie anders einbezogen werden müssen. Trotzdem sollen auch in der Roverstufe die Eltern nicht komplett aus dem Blickfeld geraten. Durch die Kommunikation mit Eltern können:
- gegenseitiges Verständnis und Vertrauen geschaffen werden
- wichtige Rückmeldungen zum Verständnis der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen gegeben werden und
- Information Informationen über Gruppen- und Verbandsarbeit weitergegeben werden.
Wie Elternarbeit funktionieren kann?
Der erste Eindruck
Nonverbale Elternarbeit wird oft unter- schätztunterschätzt. Allerdings stellt sie einen wesentlichen Teil der Elternarbeit dar. Der erste und sichtbare Eindruck zählt oftmals am meisten und prägt die weiteren Kontakte. Eindrücke entstehen zum Beispiel durch:
- die Gestaltung des Gruppenraumes und die Sauberkeit der Räume
- die Aktivitäten und die Erzählungen der Kinder und Jugendlichen
- die Ausstrahlung und das Auftreten der Leiterin und des Leiters
- die Beobachtungen beim Abholen und Bringen
Persönliche Kontakte mit einzelnen Eltern
Ein wichtiges Element des Kontaktes zu einzelnen Eltern ist das „Tür- und Angelgespräch“. Wenn Eltern ihre Kinder zur Gruppenstunde bringen oder abholen, gibt es oft die Möglichkeit, ein Gespräch zu beginnen und so Informationen auszutauschen. Weitere persönliche Kontakte sind von der Gruppe, der Altersstufe und der Situation abhängig. So kann ein Besuch bei den Eltern Sinn machen, wenn sich das Leitungsteam um ein Gruppenkind Sorgen macht, es Schwierigkeiten oder größeren Streit in der Gruppenstunde gibt. In manchen Stämmen ist es Tradition, dass das Leitungsteam der Kinderstufen die jeweiligen Eltern beim Eintritt des Kindes in die Gruppe besucht, um sich kennenzulernen.
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Immer wieder werden Eltern in die alltägliche Arbeit der Gruppe und des Stammes integriert. Das kann die Mithilfe bei Aktionen oder Festen sein, oder auch die Einbeziehung bei Fahrdiensten für Ausflüge. Auch beim Umbau der Gruppenräume oder Außengelände können Eltern mitwirken und so den Stamm unterstützen. Dabei können sich Eltern und Leitungsteam in einem anderen Kontext besser kennen lernen.