Sie zeigen eine alte Version dieser Seite an. Zeigen Sie die aktuelle Version an.

Unterschiede anzeigen Seitenhistorie anzeigen

« Vorherige Version anzeigen Version 2 Nächste Version anzeigen »

 

Die Woodbadge-Ausbildung ist die offizielle Ausbildung für Leiterinnen und Leiter in der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg, also die Basisausbildung.

 

Sie gliedert sich in drei Hauptteile:

  • die Woodbadge-Einstiegsphase, mit Einstieg (12 Stunden) und Praxisbe- gleitung im ersten Jahr als Leiterin und Leiter
  • die drei Woodbadge-Module (45 Stun- den) mit Pflicht- und Wahlbausteinen
  • den Woodbadge-Kurs mit dem Vorhaben und der Woodbadge-Reflexion (9 Tage Kurs, Vorhaben und Entwicklungswochenende)

Die einzelnen Teile der Woodbadge-Ausbildung bauen aufeinander auf. Voraussetzung für die Teilnahme an den Modulen ist der Einstieg Schritt 1 und 2. Für den Woodbadge-Kurs werden die abgeschlossenen Module vorausgesetzt. Im Laufe von zwei Jahren sollte die Woodbadge-Ausbildung abgeschlossen sein.

Schritte der Woodbadge-Ausbildung

 

Woodbadge-Einstiegsphase

  • Beim Einstieg Schritt 1 geht es um die eigene Motivation für und die Erwartungen an die Tätigkeit als Leiterin bzw. Leiter. Gemeinsam mit dem Stammes- vorstand werden grundlegende Fragen des Leiterinnen- und Leiter-Seins besprochen.
  • Beim Einstieg Schritt 2 geht es um die Gestaltung von Gruppenstunden und die Anforderungen, die diese Aufgabe mit sich bringt.
  • Die Praxisbegleitung gewährleistet die Unterstützung und Begleitung der neuen Leiterin, des neuen Leiters im ersten Jahr der Leitungstätigkeit. Eine erfahrene Leiterin, ein erfahrener Leiter steht dem Neuling zur Seite und ist Ansprechpartnerin bzw. Ansprechpartner. Die Praxisbegleiterin bzw. der Praxisbegleiter werden gemeinsam mit dem Stammesvorstand ausgesucht. Ein begleitetes und reflektiertes „Learning by doing“ ist Ziel der Praxisbegleitung.

 

Nach der Einstiegsphase erfolgt die Berufung zur Leiterin, zum Leiter in der DPSG durch den Stammesvorstand.

Woodbadge-Module

Es gibt drei Module, unter denen mehrere Bausteine  zusammengefasst werden:

  • Beim Woodbadge-Modul 1 geht es um die eigene Identität, um den eignen Leitungsstil, um Teamarbeit und die Möglichkeiten gesellschaftlichen Engagements als Pfadfinderin und Pfadfinder.
  • Beim Woodbadge-Modul 2 geht es um die Kinder und Jugendlichen, um deren Lebenswelt und um Fragen zum richtigen Umgang mit Gruppen. Gegenstand ist die Stufenpädagogik, die pfadfinderische Methodik sowie die Prävention und Intervention bei Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.
  • Beim Woodbadge-Modul 3 geht es um wichtige Sachthemen im Gruppenalltag. Dazu gehören: Erste Hilfe, Finanzen, Haftung & Versicherung sowie das Thema Spiritualität.

Ergänzt werden können Modul 2 und 3 um sogenannte Wahlbausteine. Ein Wahlbaustein ist auf jeden Fall Pflicht und muss im Rahmen der Woodbadge-Module absolviert werden.

Die Bausteine werden in unterschiedlichen Veranstaltungsformen (Wochenkurse, Wo-chenendveranstaltungen, Tagesveranstaltungen, …) auf Stammes-, Bezirks- und Diözesanebene durchgeführt. Es ist möglich, die Bausteine auch bei anderen Stämmen, Bezirken und Diözesen zu absolvieren und die Reihenfolge der Teilnahme selbst zu bestimmen. Damit soll den Leiterinnen und Leiter möglichst viel Spielraum bei der Gestaltung ihrer Ausbildung ermöglicht werden.

 

 

Woodbadge-Kurs

Der dritte Teil der Woodbadge-Ausbildung ist der stufenspezifische Woodbadge-Kurs mit der Woodbadge-Reflexion. Hier geht es darum zu erleben, wie die Projektmethode funktioniert und wie man selbst Einfluss auf den Gruppenprozess und die Abläufe in der Gruppe nimmt. Die bewusste Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln und Verhalten als Person und in der Rolle als Leiterin und Leiter ist Gegenstand des Kurses. Das alles geschieht mit einem besonderen Blick auf die jeweilige Stufe, für die der Kurs ausgerichtet wird. Auf der Grundlage der Erfahrungen aus dem Kurs wird von jeder Leiterin und jedem Leiter ein Vorhaben in der Leitungspraxis umgesetzt. Beim Entwicklungswochenende werden Woodbadge-Kurs und das Vorhaben noch einmal in den Blick genommen und reflektiert.

Woodbadge

Als Nachweis über alle absolvierten Ausbildungsteile dient der Ausbildungspass, der diesem Ordner beiliegt. Nach dem erfolgreichen Abschluss aller Ausbildungsteile spricht der Bundesvorstand die Ernennung zum Woodbadge aus. Die Ernennungsurkunde wird an das zuständige Diözesanbüro weitergeleitet. Danach wird das Woodbadge in einem passenden Rahmen an die Leiterin, den Leiter offiziell verliehen.

 

Das  Woodbadge  (Woodbadge-Urkunde, -Halstuch und -Klötzchen) ist das internationale Abzeichen der Weltpfadfinderbewegung (WOSM) für Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter, die eine entsprechend qualifizierte  Ausbildung  absolviert haben.

Termine und Material

Auf der Homepage des Bundesverbandes (www.woodbadgeausbildung.de) und den Homepages der einzelnen Diözesanverbände findet man Termine und Informationen zu den einzelnen Ausbildungsveranstaltungen.

Weitere Informationen rund um das Thema Ausbildung in der DPSG gibt es bei den Stammesvorständen oder in den zuständigen Diözesanbüros.

 

Ein Wort zum Schluss

An dieser Stelle bleibt zu sagen, dass wir uns über dein Engagement im Verband und dei- ne Bereitschaft, die Aufgabe als Leiterin und Leiter zu übernehmen, sehr freuen. Wir wün- schen dir viel Freude, viel Erfolg und viele gute Erfahrungen bei deiner Ausbildung und beim Leiterinnen- und Leiter-Sein in der DPSG!

 

 

 

 

 

 

  • Keine Stichwörter